Elon Musk – die Hoffnung der Menschheit?

Übersetzt von Claudia Oppong Peprah

Elon Musk, Zukunftsgestalter von überragendem Bekanntheitsgrad, Inbegriff des technologischen Fortschritts und unvermeidlichen Wandels der heutigen Welt, hat, als Mitbegründer von PayPal, SpaceX und Tesla Motors (und weiteren großen Firmen), die Industrie der Neuzeit revolutioniert.

Elon Musk, 49, ist Unternehmer südafrikanischer Abstammung, der 2002 die amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb. Mit 12 Jahren entwickelte er bereits sein eigenes Videospiel, das er für 500 Dollar verkaufte. 1999 begann sein heldenhafter Aufstieg mit dem Verkauf von Zip2, der ersten Firma, die er zusammen mit seinem Bruder und einem gemeinsamen Freund der beiden gegründet hatte. Dieser Weiterverkauf brachte ihn als frischgebackenen Millionär auf die Rangliste der Super-Reichen. Und Finanzmittel, die es ihm ermöglichten, reihenweise in Projekte noch nie dagewesener Innovationen zu investieren.

Elon Musk gründete X.com, das im Jahre 2000 mit der konkurrierenden Firma Confinity fusionierte. Aus diesem Unternehmenszusammenschluss resultierte PayPal, eine Online-Bezahlfunktion in Form einer App, die in der ganzen Welt genutzt wurde. Sie wurde an eBay verkauft, dem Maßstab für Onlinehandel auf internationalem Niveau. Elon Musks Kapital-vermögen nahm langsam aber stetig immer weiter zu, und er konnte schließlich seine Projekte in Einbezug innovativer Technologien in die Tat umsetzen.

Wettlauf ins All

Durch seinen Willen, das All zu erobern, setzt er sich von anderen ab. Sein Ziel ist es, zu verstehen, wie Weltraumantriebe funktionieren müssen, damit sie fähig sind, Dutzende von Personen auf andere Planeten zu befördern – den Menschen zu ermöglichen, „multi-planetarisch” zu sein. Das ist Sinn und Zweck von SpaceX, einem der Projekte, die in Zusammenarbeit mit den großen, bedeutenden Weltraumunternehmen, wie der NASA, entstanden sind.

Sollten wir je eine multi-planetarische Spezies werden, dann wird es da draußen unter den Sternen eine Art geben, die ausschließlich auf der Erde lebt und fortwährend darauf wartet, dass irgendein Ereignis eintritt, das uns auslöscht,” zieht Elon Musk in Erwägung.

Seine größte Mission? Den Mars zu erobern. Mit diesem Ziel hat er die Konstruktion neuer Raketen in Angriff genommen und zahlreiche Fehlschläge erlitten, bevor sich der Erfolg einstellte.

Raketen im Zeichen der Nachhaltigkeit

Die Besonderheit der Weltraumantriebe, die von SpaceX gebaut und gestartet wurden, zeichnen sich durch die Eigenschaft nachhaltiger Entwicklung aus. Die Raketen vom Typ Falcon-9 sind nach diesem Gesichtspunkt entwickelt worden – hergestellt aus recycelten Materiealien und wiederverwendbar. Mit langlebigen, nachhaltigen Antrieben ins All zu fliegen, genau das ist die Herausforderung, die das Projekt von Elon Musk ausmacht. Nachhaltige Energieversorgung zum Wohle des Planeten, aber auch wirtschaftliche Tragfähigkeit, die die Kosten für den Zugang zum Weltraum langfristig reduziert.

Elon Musk wird für seinen „Größenwahn“ kritisiert. Seine Projekte gelten als „zu“ ehrgeizig und in der vorgegebenen Zeit nur schwer umsetzbar. Er wird beschuldigt, zu sensibel zu sein, zu hohe Ansprüche zu haben, für PR-Spektakel zu sorgen und wegen seiner starken Twitter-Präsenz wird er mitunter sogar mit US-Präsident Donald Trump verglichen. Dabei gibt es nur einen Traum, der ihm vorschwebt: Lösungen für eine bessere Zukunft anzubieten, die der Menschheit dienen.

Genau dieser Aspekt war auch ausschlaggebend für die Mitbegründung von Tesla Motors, einer Autofirma, die Elektrofahrzeuge konstruiert und vermarktet. Aber nicht irgendwelche! Schon elektrisch, aber auch überaus ästhetisch. Er räumte auf mit dem Mythos, dass ein E-Auto keine Leistung bringe, nicht sonderlich schön aussehe und dabei noch furchtbar langweilig sei (siehe Videobeitrag). Dieses Projekt passte zu ihm, es war die Fortsetzung seiner Zielvorstellung von der nachhaltigen Entwicklung und gleichzeitig dem technologischen Fortschritt verschrieben. Mittlerweile ist es offensichtlich, dass diese beiden Merkmale zusammentreffen müssen.

Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um […] nachhaltige Elektrofahrzeuge zu produzieren […]. Konstruktive Vorschläge sind jederzeit willkommen.”

Weitere „zweitrangige“ Projekte sind ebenfalls in der Mache, wie der HyperLoop, ein Hoch-geschwindigkeitszug, der, nur um hier ein Beispiel anzuführen, Los Angeles mit San Francisco in wenigen Minuten verbinden kann. Ein weiteres Bestreben ist es, einen unterirdischen Tunnel zu bauen, um Verkehrsstaus zu vermeiden. Dafür hat er The Boring Compagny gegründet.

Beharrlich zum Ergebnis

Die vielen Projekte kamen durch Beharrlichkeit und unermüdliche Arbeit zustande. In den Überschriften der Zeitungsartikel und Zeitschriftenbeiträge wird Elon Musk oft als „Multi-Milliardär“ bezeichnet, was er selbst eher abwertend findet. Sein gesamtes Vermögen ist angelegt; es dient jedes Mal zur Finanzierung eines neuen Projektes. Obwohl er von allen Seiten kritisiert wird, hält man ihn doch für eine Hoffnung der heutigen Gesellschaft. Er sagt dazu: „Der technologische Fortschritt kommt nicht von allein”; jeder Einzelne, der sich neue Projekte ausdenkt und umsetzt, trägt damit zum technologischen Fortschritt bei.

Was bisher erreicht wurde, ist das Ergebnis zahlreicher Stunden harter Arbeit. Also, was denn nun – größenwahnsinnig oder übermotiviert? Seine Lösungen tragen alle positiv zur Zukunft bei, indem sie versuchen, die Bedrohung, die durch die Klimaerwärmung verursacht wird, abzuschwächen.

Wenn der Hitzetod am Ende auf uns wartet, dann ist der Weg das Ziel.“ 

Das Projekt SpaceX verlangt viel Ausdauer. Elon Musk ist mit unzähligen Skeptikern und Miesmachern konfrontiert. Außerdem werden die Raketenstarts oft durch äußere Einflüsse gebremst. Vor Kurzem war es die weltweite Gesundheitskrise, die dazu führte, dass sämtliche Starts gestrichen wurden. Auch schlechte Wetterbedingungen werden häufig als Ursache genannt. Am 31.07.2020 sollte eine Rakete vom Typ Falcon-9 im Rahmen der Mission Starlink gestartet werden. Es sollten insgesamt 57 Satelliten ins All gebracht werden, um das Hoch-geschwindigkeitsnetz, das schnelle Internet, weiter auszubauen.

SpaceX hat zudem vor, Thomas Pesquet im Frühling 2021 an Bord der Kapsel Crew Dragon (getragen von einer Falcon-9-Rakete) zur Internationalen Raumstation zu fliegen, um dort Experimente über den menschlichen Alterungsprozess durchzuführen.

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