Crédit Manon Bernard.

From London with hope

ÜBERSETZT VON CLAUDIA OPPONG PEPRAH UND ELENA PINKWART

Ist London geschwächt? Eine Stadt ohne Leben? Nach den Londoner Terroranschlägen war Le Journal International vor Ort, um die Menschen Londons zu treffen, die ein Wochenende, ein Jahr oder sogar ihr ganzes Leben dort verbringen. Sie konnten uns ihre Gefühle in Bezug auf die britische Hauptstadt mitteilen.

„London ist in erster Linie eine Wahlmöglichkeit“. Maelyse wohnt seit neun Monaten in der Hauptstadt. Die Stadt scheint wirklich einladend zu sein: multikulturell, lebendig, innovativ. Aber wie sieht das alltägliche Leben aus? Für den Waliser Elgan ist „das Leben in London einmalig, interessant und aufregend. Die Stadt erlaubt Vielfalt und bietet ein multikulturelles Umfeld.“

„London darf keine Angst haben“

Die letzten Terroranschläge haben die kosmopolitische Stadt schwer getroffen. Am 22. März 2017 fand ein Anschlag in unmittelbarer Nähe des Westminsterpalastes statt, gefolgt von einem Attentat am 3. Juni 2017 auf der London Bridge. In London scheint sich die Angst auszubreiten. Elgan fügt hinzu, dass er seit den Anschlägen „seiner Umgebung mehr Aufmerksamkeit widmet“.

Gesammelten Zeugenaussagen zufolge ist nach den Anschlägen eine Zeit der Abschottung, der Verschlossenheit eingetreten. Die Stadt hat für ein paar Tage aufgehört, auszugehen, zu lachen, zu leben. Diese Zeitspanne war aber von sehr kurzer Dauer. Die Terrassen der Cafés sind wieder voller Leute, die Museen wieder mit Leben erfüllt. Ein Litauer in seinen Zwanzigern, den wir James nennen, hat beschlossen hierherzuziehen. Seiner Meinung nach ist „London nicht der Angst erlegen“. Die Stadt hat ihre immerwährende Bewegung nur ausgesetzt. Alle unsere Gesprächspartner sind sich darin einig: „London darf keine Angst haben“. Sie lassen die unglaubliche Stärke dieser Stadt erkennen.

Crédit Manon Bernard.

Bildnachweis: Manon Bernard.

 

„Kulturelle Metropole“

Die Stärke und die Kultur Londons sei schließlich seine kosmopolitische Lebensart. „Die Stadt begünstigt zahlreiche Begegnungen“, so James und er fügt hinzu, dass er sich London ausgesucht hat, weil es eine „Kulturmetropole“ ist, eine Begegnungsstätte, die eine starke Botschaft über das Zusammenleben auf der ganzen Welt sendet. Er zeigt die Stärke Londons und beschreibt ein Leben, das auch im Alltag voller Reichtum ist.

Bannerfoto: London. Bildnachweis: Manon Bernard.

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